
Rad am Ring 2024

Die Rollen waren schnell verteilt und wir waren bereit, alles zu geben! Wasserträger Barney sollte uns erstmal amtlich nach vorne fahren, dann würde Teamkapitän Marco die Führung ausbauen, Quotenfrau Claudia die Kontrahenten mit einer Meisterleistung in Schach halten und der sportliche Leiter Olli das Ding sicher nach Hause fahren – so die sauber ausgefeilte Taktik auf dem Papier! (Wer im letzten Satz politische Unkorrektheiten findet, versteht unseren Humor nicht und ist bitte nicht böse!)
Und dann ging es los! Barney, leicht (!) angekatert, hämmerte eine 50er Runde (ohne GP-Strecke) in den Asphalt, Marco ging mit rund 53 Minuten die zweite Runde an und Claudia und Olli legten mit 56er-Zeiten den Kurs fest: 25 Runden „Grüne Hölle“ – das wird ein Spektakel! Schon jetzt legendär, wie Claudia nach ihrer Nordschleifen-Premiere alle Viere von sich streckt, mit Puls 185 im Gras liegt und ruft: „Oh Gott, wie oft muss ich das noch machen?“ – „Noch sechs Mal, Claudia“ – „Yeah, geil!“
Während wir uns also mit Bettinas hervorragenden Kochkünsten bei Rührei, Lachsröllchen, Pasta und (diesmal alkoholfreiem) Bier in den Fahrpausen bei Laune hielten, war unser Transponder immer unterwegs, auch in der Nacht (jeder fuhr dann zwei Runden) und das mit Zeiten zunächst und teils deutlich unter einer Stunde – was für ein Erlebnis!
Hätte es morgens früh nicht gewittert und geregnet (auf Ollis erster Morgenrunde sogar gehagelt!), wären wir sicher auch auf die 25. Runde gegangen – so verloren wir etwas Zeit und am Ende waren es „nur“ 24 Runden (Platz 214, AK 59 (MA2)). Die letzte davon war mit Abstand die schönste, alle zusammen in 70 Minuten.
Als krönenden Abschluss der Tour d’Honneur genossen wir nochmal die Party auf der Hohen Acht und der gesamten Strecke. Es war einfach unglaublich! Die gemeinsame Zieldurchfahrt war akribisch choreografiert und wie die Orgelpfeifen von 1,65 bis 2,01 Meter nach Größe sortiert. Und die Bäuche wurden eingezogen, als der Streckensprecher den Teamnamen vorlas! Es war ein unglaublicher Moment, den wir nie vergessen werden. Bedauerlicherweise wurde das von den Sportografen nicht fotografisch dokumentiert , wie es aussieht (Nachtrag: Man entschuldigt sich, der Akku der Kamera wurde gewechselt). Das ist natürlich eine Schande!
Fazit: Was für ein phantastisches Radsportwochenende in einem phantastischen Camp mit einem Team, das menschlich und breitensportlich nicht besser zusammengesetzt sein könnte! Bis nächstes Jahr, grüne Hölle!